Der Gegenstand des Denkens wird fortschreitend deutlicher durch die Vielfalt der Perspektiven, die sich auf ihn richten.

[Berger/Luckmann: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, 1966]

Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf.

[Karl Marx: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie]

Man frage mich nicht, wer ich bin, und man sage mir nicht, ich solle der gleiche bleiben: das ist eine Moral des Personenstandes; sie beherrscht unsere Papiere. Sie soll uns frei lassen, wenn es sich darum handelt, zu schreiben.

[Michel Foucault: Archäologie des Wissens]

Dieses Blog versteht sich als fortlaufendes Reflexionsprodukt. Gegenstand sind die soziale Welt sowie deren wissenschaftliche, politische und kulturelle Verarbeitung und Analyse. Es wird angestrebt, die Vielheit und Zerstreuung der wissenschaftlichen Disziplinen wieder zusammenzuführen dort, wo die betrachteten Gegenstände eher nur aufgrund interessierter/ideologischer Lesart unter speziellen Gesichtspunkten verhandelt werden. Daher soll keine vorab festgesetzte Eingrenzung der Felder erfolgen (z.B. nur soziologische oder ökonomische Theorie betrieben werden). Der oben aufgeführte Ausspruch stammt von Habermas (Vorrede zur Neuauflage von Strukturwandel der Öffentlichkeit, 1990) und soll hervorheben, dass Diskursen an sich keine politische Gewalt zugemessen werden kann. Notwendig scheint eine Analyse und Kritik von ideellen und materiellen Strukturen der Gegenwartsgesellschaft, um ein angemessenes Verständnis sozialer Welt zu erhalten.

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